Maneuvering lights
Alles zur Zulässigkeit, Montage und den Unterschieden zwischen Manövrierscheinwerfern und Arbeitsscheinwerfern – rechtliche Grundlagen nach ECE-R23 und StVZO.
Manövrierscheinwerfer vs. Arbeitsscheinwerfer
Manövrierscheinwerfer
Manövrierscheinwerfer sind seitlich montierte Rückfahrscheinwerfer nach ECE-R23, die das Umfeld beim Rangieren beleuchten. Sie dürfen auch im öffentlichen Verkehrsraum beim Manövrieren eingesetzt werden – vorausgesetzt, sie sind StVZO-konform montiert und geblendet keinen Betrachter in 10 m Entfernung.
Arbeitsscheinwerfer
Ein Arbeitsscheinwerfer darf im öffentlichen Verkehrsraum beim Rangieren nicht genutzt werden, da auch beim Rangieren das Fahrzeug nicht im Stand ist und Arbeitsscheinwerfer nur im Stand genutzt werden dürfen. Ausnahme: Straßenunterhaltung und Müllabfuhr im Rahmen ihrer Arbeiten.
Rechtliche Grundlagen und Anzahl
Lastkraftwagen ab 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht stellen eine erhöhte Gefahr im Straßenverkehr dar. Um dem Fahrer eine bessere Sicht beim Manövrieren und damit eine sichere Fahrweise zu ermöglichen, sind zusätzliche Manövrierscheinwerfer zulässig.
| Parameter | Vorgabe |
|---|---|
| Anzahl je Fahrzeugseite | 1 Manövrierscheinwerfer pro Seite |
| Typgenehmigung | ECE-R23 (Rückfahrscheinwerfer) |
| Max. Lichtstärke | Bis zu 300 cd auf der horizontalen Ebene |
| Montageort | Seitlich am Fahrzeug (Frontseite, Seite oder Heck) |
| Blendschutzabstand | In 10 m Entfernung kein Blenden (Augenhöhe 1–3 m) |
| Sichtbarkeitspflicht | Austrittsflächen nicht sichtbar aus 10 m, 1–3 m Höhe |
Montageort und Voraussetzungen
Grundsätzlich ist der Gesetzgeber bei der Montage von zusätzlichen Rückfahrscheinwerfern auch bei der seitlichen Montage relativ offen: So ist in Bezug auf den Montageort nur vorgeschrieben, dass pro Fahrzeugseite jeweils nur ein Rückfahrscheinwerfer zusätzlich zu den rückwärtig montierten angebracht sein darf. Wo genau dieser montiert wird, ist in Bezug auf den Montageort weitestgehend frei wählbar.
Die einzige Voraussetzung bezüglich der genauen Montage ist, dass der Scheinwerfer so ausgerichtet werden muss, dass ein Betrachter in 10 Metern Entfernung nicht geblendet werden kann, wenn sich dessen Augen zwischen einem Meter und drei Metern über dem Boden befinden. Hierzu hat der Gesetzgeber die Regelung getroffen, dass die Austrittsflächen des Lichts aus diesen Positionen heraus nicht sichtbar sein dürfen.
Fragen zu Manövrierscheinwerfern? Wir beraten Sie gerne.
+49 (0) 6550 979 969-0Maneuvering lights on trucks – are they allowed?
Maneuvering lights and work lights – the difference
To keep the differences brief and practical: A work light may not be used in public traffic areas while maneuvering, as the vehicle is not stationary during such operations, and work lights are only permitted when the vehicle is at a standstill.
Outside of public traffic areas, work lights may generally be used for maneuvering. However, due to the risk of glare and potential liability issues—as the expected glare could under certain circumstances be considered negligent—it is advisable to use maneuvering lights that are mounted in compliance with StVZO regulations.
The only exceptions are road maintenance and waste collection vehicles, provided the maneuvering is carried out as part of their work operations. Maneuvering outside of these work activities is not permitted with work lights, even for such vehicles.
Why are maneuvering lights allowed on trucks?
How many maneuvering lights are allowed on a truck?
How bright can maneuvering lights on trucks be?
Mounting Location and Installation Requirements
In general, the legislator is relatively flexible when it comes to the installation of additional reversing lights, even when mounted on the sides: The only requirement regarding the mounting location is that only one additional reversing light per side may be installed in addition to the rear-mounted ones. However, the exact position of the maneuvering light on the side is completely unrestricted.
The illuminated area itself is also largely freely selectable, provided the following condition is met. The only specific requirement regarding installation is that the light must be aligned so that a viewer standing 10 meters away is not dazzled, assuming their eyes are between one and three meters above the ground. To this end, the regulation states that the light-emitting surfaces must not be visible from these positions.